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Japanische Architekturen des Minimalistischen Vorbild für deutschen urbanen Wohnungsbau

"Zu denen, die glauben, dass Japans Bau- und Wohnkultur ein Vorbild für Deutschland sein könnte, gehört Florian Liedtke. Er ist Doktorand an der TU Braunschweig und promoviert über nachhaltigen Städtebau in ostasiatischen Metropolen. Liedtke ist überzeugt: „Deutsche Städte könnten von Tokio einiges lernen. Das gilt auch, aber nicht nur für die Raumaufteilung von Wohnungen.“ In seiner Doktorarbeit geht Liedtke einen Schritt weiter und erklärt die gesamte Tokioter Stadtteilnutzung zum Positivbeispiel: „Hier werden diverse Lebensbereiche von der Wohnung nach draußen outgesourct.“


"In Deutschland mag das unkomfortabel klingen, gerade zu heimatlos. Florian Liedtke aber sagt: „Durch das Outsourcing von Wohnfunktionen wird nicht nur knapper Platz gewonnen, was auch dabei helfen kann, die Preise von Wohnungen etwas zu drücken. Das Outsourcing erzeugt oft auch einen Mehrwert.“ Als Beispiel nennt Liedtke die traditionellen öffentlichen Waschhäuser von Tokio, die Sento, die in Japans Hauptstadt bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Funktion von Badezimmern übernahmen. „Dort wäscht man sich ja nicht nur, man entspannt auch und begegnet sich.“ 

(Berliner Morgenpost, 3. Februar 2024)

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Profil Florian Liedtke: "Meine Arbeit in Architektur und Urbanistik profitiert von der Synergie verschiedener Tätigkeiten und setzt sich zusammen aus den Feldern Konzept, Realisierung und Forschung. Meine Konzepte beruhen so auf analytischen Betrachtungen und meine Studien verweisen auf Handlungsperspektiven. Schwerpunkte dieser Arbeit sind Wohnungsbau, Baukultur in Japan und Korea, sowie urbane Resilienz. Die von mir initiierten Konzepte und Studien legen einen Fokus auf vernakuläres und dezentrales Entstehen von Architektur und Stadt, als Instrument für  soziale Nachhaltigkeit und Beteiligung."


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