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Rezension zu Mai Mochizukis „Das Mondscheincafé“

"Wer schon einmal von den japanischen Katzencafés gehört hat, in denen sich die Besucher, während sie ihre Bestellungen konsumieren, an der Gegenwart der Tiere erfreuen können, wird von Mai Mochizukis Variante eines solchen Lokals überrascht sein: Katzencafé ist hier ganz wortwörtlich zu nehmen, denn es wird von Katzen betrieben [...]


Der Inhalt des Texts bleibt berechenbar. Die Problemlagen der Figuren entsprechen gängigen Klischees, die genannten Lösungen sind in ihrem betulichen moralistischen Impetus keineswegs originell, mancher der astrologischen Exkurse gerät zu ausführlich. Nicht jeden mag das Thema Geburtshoroskop und „Lebensgeschichte im Einklang mit den Planetenkräften“ über viele Seiten hinweg fesseln. Reizvoll ist auf „alle Felle“ die Idee der Riesenkatzen, ebenso die Buchausstattung: Ein Leuchtmond auf dem Frontcover als Werbegag („Sonderveredlung“) lenkt die Käuferaufmerksamkeit beinahe schon zwingend auf das Mondscheincafé."


Lisette Gebhardt für literaturkritik.de, 27. Mai 2024




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