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Call for Papers: "Digitale Spiele in der Japanologie – aktuelle Perspektiven" für Tagung an der Uni Trier

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit digitalen Spielen ist auch innerhalb der

Japanologie längst etabliert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist eine Vielzahl theoretisch und empirisch fundierter Arbeiten entstanden, die digitale Spiele als relevante Quelle zur Analyse japanischer Kultur, Gesellschaft und Geschichte ernst nehmen. Diese Forschung ist disziplinär, methodisch und thematisch vielfältig ausdifferenziert – von

industriegeschichtlichen Studien über Fragen der Ästhetik, Raumkonstruktion oder Narration bis hin zu Repräsentationen von Geschlecht, Nation oder kultureller Differenz.

Die geplante Tagung will an die bestehende Forschung anschließen und versteht sich als ein wissenschaftliches Angebot zur Vernetzung, zur Reflexion methodischer Zugänge und zur Sichtbarmachung laufender Projekte der japanbezogenen Forschung zu digitalen Spielen. Ziel ist es, aktuelle Fragen, Erkenntnisinteressen und theoretische Perspektiven vorzustellen, zu reflektieren und zur Diskussion zu stellen. Die Tagung will damit einen Beitrag für eine stärkere Verankerung von Games als Gegenstand in der japanologischen Forschung setzen.


Eingeladen sind Beiträge, die sich mit digitalen Spielen im Kontext japanologischer Forschung beschäftigen. Die Themen können sich auf „Spiele aus Japan“ bzw. „japanische Spiele“ (eine schwierige Differenzierung, wie Martin Roth (2025) unlängst aufgezeigt hat), Darstellungen „Japans“ in Games oder Spielerfahrungen in Japan beziehen. Im Zentrum stehen dabei nicht nationale Zuschreibungen, sondern analytische Fragestellungen, wie sie in der bisherigen Forschung vielfach diskutiert wurden und weiterhin relevant bleiben: Welche Funktionen übernehmen kulturelle Narrative, Ideologeme oder Raumkonstruktionen in Spielen? Wie wird „Japan“ als Ort, als Idee oder als ästhetischer Stil inszeniert – und mit welchen medialen Mitteln? Auf welche Weise lassen sich digitale Spiele aus der Perspektive japanologischer Kultur-, Medien- oder Gesellschaftsanalyse produktiv untersuchen? Und welche methodischen Konzepte haben sich dabei bewährt oder eröffnen neue Zugänge? Welche neuen Ansätze und Aspekte des wissenschaftlichen Umgangs mit digitalen Spielen in der japanbezogenen

Forschung gibt es?


Erwünscht sind sowohl konzeptuelle als auch empirische Beiträge, Projektvorstellungen,

methodische Reflexionen und vergleichende Analysen. Genauso sind andere

Themenvorschläge mit Japan-Bezug und Game-Bezug herzlich willkommen.


Bitte senden Sie ein Abstract (max. 300 Wörter) sowie eine Kurzbiographie (ca. 150 Wörter) bis zum 28. Februar an [pham@uni-trier.de]. Die Tagungssprachen sind Deutsch, Englisch und Japanisch. Eine mögliche Publikation der Beiträge soll ebenfalls während der Tagung besprochen werden.


Konferenztermin: 25./26. September 2026

Ort: Universität Trier

Organisationsteam: Ronald Saladin und Van Thien Pham


 
 
 

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