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Rezension zu "Du darfst loslassen, was dir nicht guttut. Vom Mut, allein zu sein. " von Ichiro Kishimi

  • 26. Mai
  • 1 Min. Lesezeit

Verbindungen auf dem Prüfstand

In seinem aktuellen Ratgeber „Du darfst loslassen, was dir nicht guttut“ schreibt der japanische Weltbestsellerautor Ichiro Kishimi über den „Mut, allein zu sein“


"Der globalen Leserschaft ist der westjapanische Philosoph und auf Alfred Adler (1870–1937) spezialisierte Psychologe Ichiro Kishimi (*1956) als Autor des in diverse Sprachen übersetzten Erfolgsbandes Du musst nicht von allen gemocht werden. Vom Mut, sich nicht zu verbiegen (2019) bekannt. Auch im aktuell in deutscher Übersetzung vorliegenden Band Du darfst loslassen, was dir nicht guttut. Vom Mut, allein zu sein (2026) gibt Kishimi als Beobachter menschlichen Verhaltens und mit philosophischen und psychologischen Erkenntnissen als Basis Ratschläge für ein selbständiges Leben. Das 2023 erschienene japanische Original trägt den Titel Tsunagaranai kakugo, d. h. Die feste Überzeugung, keine Bande einzugehen – was den Inhalt des Buchs besser repräsentiert als die deutschsprachige Version. Während letztere Formulierung auf den gegenwärtigen westlichen Achtsamkeitstrend abhebt, lässt die japanische Wendung eine eher nüchterne Analyse des Adlerianers vermuten, die beabsichtigt, die Leserschaft zur Abnabelung von zu lang gepflegten Abhängigkeiten zu führen."


Lisette Gebhardt für literaturkritik.de 19. Mai 2026


© Japanologie Frankfurt 2026


 
 
 

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