REZENSION zu OKADA TOSHIKIS Keshigomu no yama (2019)

Forum Literaturkritik.de (22. Dezember 2021)


"Die wunderbare Intentionslosigkeit der Dinge.

Überlegungen zu Okada Toshikis 'Radiergummi-Berg'“


Von Bernhard Scheid (Japanologie Wien)


"(....) In diesem letzten, einstündigen Abgesang auf die Welt von heute kommen vor allem die Objekte zur Geltung: Die Schauspieler sind schon zuvor gelegentlich vor eine Kamera getreten, wodurch ihr Bild auf eine Leinwand in der Bühnenmitte projiziert wurde. Nun stellen sie nach und nach einzelne Objekte vor die Kamera oder posieren gemeinsam mit ihnen. Es geht, wie Okada im Nachhinein erklärte, darum, dass die Schauspieler gegenüber den Objekten „halbtransparent“ werden. Und in der Tat wirken die Objekte, sobald sie als Portraits in der Bühnenmitte repräsentiert werden, autonomer und selbstbewusster als die Menschen, die sie herangebracht haben."


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