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Vortrag "Menschen mit Behinderung: Ein Thema der japanischen Literatur" an der Japanologie Frankfurt

vor 2 Stunden
1 Min. Lesezeit

Ichikawa Saō (*1979) erhielt für den kurzen Roman Hanchibakku (dt. Hunchback, 2025) im Juli 2023 den renommierten Akutagawa-Preis – als erste Autorin mit schwerer Körperbehinderung. Der spektakuläre Text mit seinen sexuellen Exkursen behandelt das Thema Behinderung aus der Perspektive einer Betroffenen. Es gelingt Ichikawa tatsächlich, eine ebenso authentische wie provokative Sichtweise zu etablieren – Protagonistin Shaka berichtet sehr direkt von ihrer Alltagsrealität, in der sie auf Atemgerät und Rollstuhl angewiesen ist.

Preisverleihung und Publikation waren der Anlass, dass man sich seither – auch in der japanologischen Forschung – der nur selten aufgegriffenen Frage nach dem Umgang mit Behinderten in der japanischen Gesellschaft widmet sowie vor allem der literarischen Repräsentation von Behindertsein. Überlegt wird, wie ein Kanon einschlägiger japanischer Texte zusammenzustellen wäre, welche verschiedenen Artikulationen literarisierter Erfahrung von Behinderung man ausmachen kann und welche Rolle die Etablierung der Disability Studies und ihrer Agenda spielt.

Der Vortrag findet statt im Rahmen des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung (UN).

Ergänzend zur Veranstaltung „Kommunikation für alle! Wege zu einer Verständigung ohne Barrieren“ an der Goethe-Universität am 3. Dezember 2026 von 10:00 bis 13:30 Uhr im Festsaal des Casino-Gebäudes auf dem Campus Westend.


Zeit: 3. Dezember 2026, 18-20 Uhr

Ort: Raum SKW 05.B127


Um eine kurze Anmeldung im Sekretariat der Japanologie wird gebeten.



 
 
 

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